7 Audacity Tricks für schnellere Podcast Bearbeitung und exzellente Audioqualität!

Du lernst heute einige Tricks kennen, mit denen du in Audacity massiv Zeit sparen kannst, und gleichzeitig deine Audioqualität verbessern kannst. Zusätzlich wirken sich die Tricks positiv auf deine Inhaltsqualität aus! Denn: Je weniger Zeit du für die Podcast Bearbeitung benötigst, desto mehr kannst du dich auf die Inhalte fokussieren!

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Hallo und Herzlich Willkommen in der Podcast Schule!

In der Podcast Schule lernst du, wie du mit deinem Podcast mehr Zuhörer, mehr Downloads und mehr Reichweite bekommst.

Heute werde ich dir 7 kleine, aber feine Audacity Tricks zeigen, mit denen du deinen Podcast schneller bearbeiten und eine bessere Audio Qualität erreichen kannst.

Du wirst also mehr aus Audacity rausholen können und das in kürzerer Zeit!

Wenn du weniger Zeit für die Podcast Bearbeitung benötigst, dann hast du mehr Zeit, um dich auf den Inhalt von deinem Podcast zu konzentrieren.

Dadurch wird der Podcast allgemein deutlich besser und qualitativer.

Ich würde sagen, wir legen direkt los!

1. Verwende einen Signalton für Fehler (Löffel + Glas)

Der erste Tipp, den ich dir geben kann, ist ein Tipp, der generell auf alle Audio Bearbeitungsprogramme zutrifft, und damit natürlich auch auf Audacity.

Ich empfehle dir, immer wenn du dich in deinem Podcast versprichst, das mit einem lauten Ton zu kennzeichnen.

Du kannst zum Beispiel ein Glas nehmen, neben dein Mikrofon stellen, und dann legst du noch einen Löffel daneben.

Und immer wenn du dich im Podcast versprichst, dann haust du mit dem Löffel auf das Glas drauf.

Das erzeugt einen lauten Ton, und den siehst du dann später in der Audio Aufnahme.

Und bitte, bitte hau' nicht so stark auf das Glas drauf, dass es kaputt geht, sondern einfach nur so, dass es eben diesen schönen, lauten Klang erzeugt.

Wenn du das jetzt wirklich konsequent die ganze Zeit gemacht hast während deiner Podcast Aufnahme, dann siehst du nachher in der Bearbeitung die ganzen Stellen, wo du Fehler gemacht hast.

Und dann kannst du deinen Podcast viel schneller bearbeiten und die ganzen Fehler einfach rausschneiden.

Du musst übrigens kein Glas neben dein Mikrofon stellen, du kannst es auch einfach machen, indem du laut ins Mikrofon schreist, oder ganze nahe ans Mikrofon rangehst und da dann einen Ton erzeugst.

Mir persönlich gefällt es mit dem Glas am besten, weil wenn du mit einem Löffel gegen ein Glas haust, dann erzeugt das eine ganz spezielle Klang und Audio Spur.

Und die erkennt man sofort in Audacity, wenn man sie 2-3 mal gesehen hat.

Dann kannst du eben am Anfang, bevor du den Podcast bearbeitest, den Podcast an diesen Stellen schneiden.

2. Verwende die Audacity Textspuren

Der zweite Trick, den ich dir geben kann ist: Verwende eine sogenannte "Textspur" oder auf Englisch einen "Label track" in Audacity.

Diese Textspuren kannst du in Audacity hinzufügen, indem du oben in der Leiste auf "Spuren" gehst oder im Englischen auf "Tracks", dann klickst du auf "Neu hinzufügen" und dann auf "Textspur".

Diese Textspur befindet sich dann unter deiner Audio Spur.

Immer wenn du einen bestimmten Bereich in der Audiospur anklickst, und dann STRG + B klickst, dann wird in dieser Textspur eine Markierung hinzugefügt.

Die Markierung kannst du benennen, oder du kannst sie einfach ohne Namen lassen, je nachdem.

Und damit kannst du bestimmte Bereiche in deiner Aufnahme markieren.

Das ist sehr nützlich, vor allem in Verbindung mit Trick eins.

Trick 1 und 2 kombinieren

Ich gehe dann am Anfang meine gesamte Aufnahme durch.

Und überall, wo dieser Ton, mit dem ich meinen Fehler markiert habe zu finden ist, füge ich zusätzlich mit STRG + B in der Textspur eine kleine Markierung ein.

So eine Markierung sieht man nämlich noch besser als den Signalton.

Und erst dann fange ich an, Fehler zu bearbeiten und herauszuschneiden.

Das ist eine äußerst nützliche Funktion von Audacity, und die benutze ich immer öfters.

3. Mit STRG + R Effekte wiederholen und viel Zeit sparen

Audacity Trick Nummer drei, den ich dir heute mit auf den Weg geben will, ist eine Tastenkombination.

Und zwar STRG + R.

Oder CMD + R wenn du auf einem Mac arbeitest.

Mit dieser Tastenkombination, kannst du einen Effekt in Audacity wiederholen.

Du kannst einfach den letzten Effekt, den du angewendet hast, nochmal anwenden.

Das ist zum Beispiel dann nützlich, wenn du in kurzen Pausen deine Atem Geräusche ein bisschen reduzieren willst.

Dann müsstest du normalerweise immer den Bereich auswählen, dann auf Effekt klicken, dann verstärken, dann z.B. -15.0 dB einstellen, und dann auf OK klicken.

Das dauert immer 10-15 Sekunden.

Das klingt erstmal wenig, aber mit der Zeit summiert sich das relativ stark.

Mit STRG + R geht es viel schneller!

Du musst den Effekt einmal anwenden und kannst ihn dann mit STRG + R beliebig oft wiederholen.

Es gibt noch viele weitere Anwendungen für diesen Trick, das mit den Atemgeräuschen war nur ein Beispiel.

4. Verwende einen "Low Cut Filter" in Audacity

Trick Nummer 4 in Audacity ist der sogenannte "Low Cut Filter".

Viele Leute spielen mit dem Equalizer rum, um ihre Stimme zu verschönern.

Das kann man machen, das mache ich auch, aber da musst du vorsichtig sein, man kann mit dem Equalizer auch viel kaputtmachen.

Es gibt eine Equalizer Einstellung, die du du aber auf jeden Fall anwenden kannst.

Da kannst du eigentlich auch nichts falsch machen!

Die Einstellung sorgt dafür, dass deine Aufnahme deutlich klarer klingt.

Die Rede ist, wie gesagt, vom "Low Cut Filter".

Basstöne verstärken oder abschwächen?

Einige Podcaster wollen ihren Bass verstärken, damit ihre Stimme wärmer und angenehmer klingt.

Da bin ich kein großer Freund von!

Der Low Cut Filter macht im Prinzip genau das Gegenteil.

Er nimmt vor allem die ganz tiefen Basstöne und schwächt sie stark ab.

Das sorgt dafür, dass deine Aufnahme viel klarer und aufgeräumter klingt!

Die ganzen Störgeräusche, wie zum Beispiel Rauschen oder wenn du gegen dein Mikrofon stößt, spielen sich im unteren Bass Bereiche ab.

Den Low Cut Filter kannst du in Audacity anwenden, indem du deine Audiospur markierst (mit STRG + A), dann gehst du auf "Effekt", dann auf "Equalizer", bzw. "Filter Curve" in den neueren Versionen von Audacity, dann gehst du auf "Verwalten", dann auf "Werkseinstellungen", und dann wählst du "100 Hz Rumpeln" aus.

Dann wird dir der Low Cut Filter angezeigt, und du musst nur noch auf "OK" klicken.

Dadurch wird der Low Cut Filter angewendet.

Die gesamte Anwendung von diesem Effekt dauert insgesamt 10 oder 15 Sekunden, man kann hier nichts falsch machen und die Audio Spur klingt dann sofort klarer und aufgeräumter.

Das fällt vor allem auf, wenn man sich das Ganze dann mit Kopfhörern anhört.

5. Ein paar Sekunden Stille…

Damit wären wir schon beim fünften Audacity Trick angekommen.

Und der ist: Nehme am Anfang von deiner Podcast Episode drei bis vier Sekunden Stille auf.

Die Stille kannst du danach verwenden, um dein Hintergrundrauschen zu entfernen.

Es gibt nämlich in Audacity einen Effekt, der heißt "Rausch Verminderung".

Damit du diese Rausch Verminderung anwenden kannst, musst du aber erst einmal ein sogenanntes "Rauschprofil" ermitteln. Du musst Audacity quasi zeigen, was bei dir in der Aufnahme eigentlich Rauschen ist.

Und dafür kannst du am Anfang eben diese drei bis vier Sekunden Stille aufnehmen.

Der einzige Ton der in der Stille noch "hörbar" ist, ist das Hintergrundrauschen deiner Aufnahme.

Dann kannst du die Stille auswählen, klickst auf "Effekt", dann "Rausch Verminderung", dann "Rauschprofil ermitteln".

Jetzt kennt Audacity dein persönliches Rauschprofil. Das ist nämlich bei jedem Mikrofon und in jeder Aufnahme unterschiedlich!

Jetzt markierst du die gesamte Audiospur mit STRG + A, klickst auf "Effekt", dann "Rausch Verminderung", und dann auf "Ok".

Und schon wurde dein Hintergrundrauschen entfernt!

Wenn du das mit der Stille am Anfang nicht machst, musst du dir später irgendwo in der Aufnahme mindestens eine Sekunde Stille raussuchen.

Und oft findest du da keine absolute Stille, weil du z.B. in den Pausen zwischen den Wörtern atmest.

Und das hört man dann auch leicht im Hintergrund.

Wenn du das dann als Stille und als Rauschprofil verwendest, dann funktioniert die Rausch Verminderung nicht so gut.

Also setze dich am Anfang wirklich bewusst drei bis vier Sekunden und nehme einfach diese Stille auf!

6. Eine Testaufnahme erspart dir viel Zeit, Ärger und Frustration

Trick Nummer 6 für Audacity lautet:

Mache eine Testaufnahme!

Das gilt natürlich auch wieder für alle anderen Audio Programme.

Eine Testaufnahme verbessert sowohl deine Produktionszeit, als auch deine Audio Qualität.

Warum?

In der Testaufnahme merkst du, ob dein Mikrofon überhaupt aktiviert ist.

Du merkst in der Testaufnahme auch, ob irgendwas mit den Einstellungen noch nicht so ganz stimmt.

Diese Testaufnahme, die muss maximal fünf bis zehn Sekunden gehen.

Nicht länger. Da redest du einfach für wenige Sekunden irgendwas ins Mikrofon rein, und hörst du dir das kurz an.

Mehr musst du nicht tun!

Du musst da nicht viel Zeit rein investieren!

Aber du merkst dadurch:

"Ist mein Mikrofon eingeschaltet?"

"Verwende ich überhaupt das richtige Mikrofon in der Aufnahme, oder nehme ich hier gerade mit meinem Laptop Mikrofon auf?"

All diese Dinge, die merkst du einfach, wenn du dir so eine kurze Testaufnahme anhörst.

Danach kannst du die Testaufnahme löschen und mit dem richtigen Podcast loslegen.

30 Minuten Podcast umsonst aufgenommen…

Und glaub' mir, diese Testaufnahme verbessert nicht nur deine Produktionszeit und deine Audio Qualität, sondern es erspart dir auch eine Menge Frustration.

Und ich rede hier aus eigener Erfahrung!

Es gibt nichts frustrierenderes, als 20 bis 30 Minuten lang aufzunehmen, und dann zu merken, dass man vergessen hat sein Mikrofon einzustecken oder sein Mikrofon einzuschalten.

Oder dass man vielleicht mit dem falschen Mikrofon aufgenommen hat.

Das ist sowas von ärgerlich, und mit einer Testaufnahme kannst du das komplett vermeiden.

7. Bearbeite dein Audio nicht zu viel: Das Perfektions Paradox

Und damit sind wir schon beim letzten Trick für Audacity angekommen, Trick Nummer 7.

Dieser Trick, den ich dir jetzt gebe, ist der wichtigste Trick, und er wird dir am meisten Zeit in Audacity sparen!

Und der Trick ist:

Du solltest dein Audio nicht zu viel bearbeiten!

Was meine ich damit?

Ich meine damit, dass du nicht jedes "Ähm" rauschen solltest.

Ich meine damit, dass du nicht jeden kleinen Versprecher entfernen solltest.

Ich meine damit, dass du nicht jede Pause auf exakt eine Sekunde genau kürzen solltest.

Höre auf so eine übertrieben perfektionistische Audiobearbeitung zu machen!

Das ist nicht gut!

Du solltest deinen Podcast nicht übertrieben viel, sondern einfach nur "normal" bearbeiten!

Normal bearbeiten bedeutet: Die groben Versprecher rausschneiden, die groben "Ähms" und die ganz langen Pausen rauszuschneiden. Und am Ende vielleicht noch ein paar Effekte anwenden, wie z.B. Rausch Verminderung, Equalizer und Kompressor.

Aber das wars dann auch schon.

Wenn du jetzt aber so extrem perfektionistisch bist, dann bringt es dir vielleicht von der Audio Qualität her 15 Prozent bessere Ergebnisse.

Aber das wird genau null Effekt auf deine Downloadzahl und auf deine Zuhörer haben!

Der Rahmen muss nicht perfekt sein, sondern nur gut genug!

Du musst als Podcaster verstehen, dass der Rahmen deines Podcasts nicht perfekt sein muss.

Ein Podcast hat immer einen Rahmen, in dem du deinen Inhalt präsentiert.

Dieser Rahmen sind z.B. deine Audioqualität, deine Sprachqualität, dein Sprachfluss, wie oft du dich versprichst, wie oft du Füllworte verwendest und alle diese Dinge.

Das ist der Rahmen von deinem Podcast. Und jetzt aufgepasst:

Der Rahmen von deinem Podcast muss nicht perfekt sein! Er muss nur so gut sein, dass er deinem Inhalt nicht im Weg steht.

Bedeutet, wenn du dich bei jedem zweiten Wort versprichst oder fünfmal pro Satz "ähm", sagst, dann wirkt sich das negativ auf die Inhalts Präsentation aus.

Der Rahmen ist dann nicht gut genug, und steht dem Inhalt im Weg. Dein Zuhörer kann sich in diesem Fall nicht mehr optimal auf deinen Inhalt konzentrieren.

Aber wenn du dich ab und zu mal versprichst, mal kurz stotterst, oder hin und wieder mal "Ähm" sagst, geht da die Welt nicht unter.

Das Paradox der Perfektion

Deshalb sage ich dir: Bearbeite deinen Podcast, aber bearbeite ihn nicht zu stark, weil dieses zu starke, perfektionistische bearbeiten nimmt dir extrem viel Zeit weg.

Das Paradoxe ist jetzt: Wenn du deinen Podcast weniger bearbeitest, wird er am Ende besser.

Warum ist das so?

Du benötigst dann weniger Zeit, um deinen Podcast zu bearbeiten und kannst dann mehr Zeit in den Inhalt von deinem Podcast stecken.

Du kannst mehr Zeit in die Recherche oder Vorbereitung reinstecken und dadurch wird dein Podcast allgemein, von den Informationen und vom Content her qualitativer.

Und das ist eigentlich das, worauf es ankommt!

Und ich hoffe, du kannst dir das zu Herzen nehmen.

In diesem Sinne, das waren die 7 kurzen Tricks und Tipps Audacity, die ich dir heute einfach mal mitgehen geben wollte.

Damit kannst du jetzt deinen Podcast schneller bearbeiten und gleichzeitig eine bessere Audio Qualität erzielen.

Und damit sind wir am Ende der heutigen Episode angelangt!

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