MP3, M4a oder WAV? Welches Podcast Dateiformat solltest Du verwenden?

Das richtige Audioformat zu verwenden ist wichtig, weil es indirekt deinen Podcast Erfolg beeinflusst. Wenn du dich für das falsche Dateiformat entscheidest kann das fatale Folgen für deinen Podcast haben. Zum Beispiel, wenn ein bestimmtes Dateiformat nicht mit gewissen Podcast Apps kompatibel ist...

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Hallo und Herzlich Willkommen in der Podcast Schule!

Ich bin Mike und ich freue mich, dass du heute wieder dabei bist.

Hier in der Podcast Schule lernst du, wie du mit deinem Podcast mehr Zuhörer, mehr Downloads und mehr Reichweite bekommst.

Heute rede ich über eine sehr technische Komponente vom Podcasting.

Es geht um das Dateiformat, bzw. Audioformat mit dem du deine Episoden veröffentlichst.

Die Wahl vom richtigen Dateiformat ist sehr wichtig, weil es indirekt deinen Podcast Erfolg beeinflusst!

Wenn du dich für das falsche Datei- oder Audio Format entscheidest, kann das ziemlich fatale Folgen für deinen Podcast haben.

Wenn du als Beispiel ein Dateiformat verwendest, das nicht mit allen Podcast Apps kompatibel ist, dann bekommst du weniger Downloads, weil die Nutzer von diesen Apps deine Folgen nicht anhören können…

Das solltest du um jeden Preis vermeiden!

Nachdem du dir die Folge hier bis zum Ende angehört, wirst du genau wissen, wann welches Dateiformat optimal für dich ist.

Du kannst dieses Wissen dann direkt für deinen eigenen Podcast umsetzen.

Die drei beliebtesten Dateiformate für Podcasts

Zu Beginn möchte ich dir die drei gängigsten Dateiformate einfach kurz vorstellen, damit du verstehst, wie die funktionieren.

Weil nur wenn du verstehst, wie sie funktionieren, kannst du sie auch richtig anwenden.

Das erste Dateiformat ist die Mutter aller Audio Formate und es heißt "MP3".

Das .mp3 Audioformat

Ich glaube jeder hat schonmal von MP3 gehört.

Es ist das bekannteste Audioformat und gleichzeitig das am weitesten verbreitete Audioformat.

MP3 ist ein sogenanntes “verlustbehaftetes Format”.

Wenn man eine Audiospur in einem Audiobearbeitungsprogramm (z.B. Audacity) als MP3 Datei exportiert, dann gehen gewisse Ton- und Klanginformationen verloren.

Die Originalaufnahme wird also komprimiert, damit die Datei am Ende weniger Speicherplatz benötigt.

Das ist ein großer Vorteil, hat aber auch eine Kehrseite:

Die Audioqualität wird dadurch nämlich leicht verschlechtert. Der Verlust ist nicht riesig, aber er ist trotzdem spürbar vorhanden.

Ich werde dir nachher noch ein sogenanntes "verlustfreies Format" vorstellen. Das hat auch wichtige Anwendungen. Und da geht überhaupt keine Audio Qualität verloren.

MP3 ist mit fast allem kompatibel

MP3 ist mit allen Podcasts Apps, allen Podcast Plattformen und allen möglichen Geräten kompatibel.

Du kannst dir sicher sein, dass wenn irgendwo Audio verarbeitet oder abgespielt werden kann, dann wird dort auch MP3 unterstützt!

Das .m4a Audioformat

Das zweite Format, das ich dir vorstellen möchte, heißt "M4a".

Das läuft auch oft unter dem Namen "AAC" (Advanced Audio Coding). Zum Beispiel bei den iTunes Einstellungen wirst du es unter diesem Namen finden.

Aber die gängige Abkürzung, der gängige Name und auch die Dateiendung lauten "M4a"

M4a ist ein richtig gutes Format. Es hat sogar einige Vorteile gegenüber mp3!

Zum Beispiel benötigt es deutlich weniger Speicherplatz als MP3, hat aber gleichzeitig eine höhere Qualität.

Es ist genauso wie MP3 ein "verlustbehaftetes Audioformat", bedeutet im Vergleich zur Original Tonspur geht ein bisschen von der Qualität verloren, aber nicht viel und sogar noch weniger als bei MP3.

Ist M4a der MP3 Killer?

Du denkst dir jetzt vielleicht:

"Warum sollte ich denn überhaupt noch MP3 verwenden, wenn es doch das bessere und modernere M4a gibt?"

Dieser Gedanke geht auf jeden Fall in die richtige Richtung!

M4a wird nämlich oft als MP3 Killer angesehen.

Es ist einfach das deutlich bessere Format.

Aber es wird wohl noch ein paar Jahre dauern, bis M4a überall kompatibel ist.

Die Mehrheit aller Podcast Apps und die Mehrheit aller Podcast Player unterstützen M4a zwar schon, aber leider noch nicht alle.

Und es gibt auch manche Geräte, die das noch nicht richtig unterstützen, zum Beispiel die Blackberry Smartphones.

Das ist jetzt kein großer Anteil von deinen Zuhörern, aber sollte trotzdem nicht vernachlässigt werden!

Manche kleineren Podcast Apps haben auch keine Unterstützung für M4a.

Das wäre jetzt alles nicht so schlimm, denn das würde nur einen extrem kleinen Anteil von deinen Zuhörern betreffen...

Und das könnte man auch verkraften.

Aber M4a hat noch ein viel größeres Problem:

Spotify und M4a stehen auf Kriegsfuß!

M4a bereitet bei Spotify immer wieder Probleme!

Wie du sicherlich weißt, ist Spotify der Nummer 1 Player in der Podcast Welt und bei den meisten Shows kommen darüber die größte Anzahl an Downloads.

Es gibt immer wieder Berichte von Podcastern, die M4a verwendet haben und dann Kompatibilitätsprobleme mit Spotify bekommen haben.

Bei anderen funktioniert es wiederum gut mit M4a.

Oft wird die Datei dann im Hintergrund noch vom Podcast Hoster in das richtige Format umgewandelt!

Aber darauf würde ich mich nicht verlassen…

Es gibt da eben noch einige Probleme, und deswegen müssen wir M4a mit Vorsicht genießen, insbesondere mit Blick auf Spotify.

Das WAVE Audioformat

Das dritte gängige Audioformatheißt "Wave".

Die Abkürzung und Dateiendung lautet "wav".

Wave wurde von Microsoft und IBM entwickelt.

Es ist ein sogenanntes "verlustfreies Audioformat".

Es reduziert den Speicherplatz im Vergleich zur Originalaufnahme.

Die Reduktion ist allerdings nur sehr gering…

Dafür bleibt dann aber der volle Klang enthalten. Die Originalspur wird komprimiert, aber eben nur so viel, dass keine Audio Informationen verloren gehen.

.wav statt .mp3 für Podcasts verwenden?

Jetzt denken sich viele:

"Okay, super, dann kann ich ja statt MP3 einfach Wave verwenden, weil dann habe ich eine viel bessere Audio Qualität."

VORSICHT!

Wave erhält zwar die volle Audio Qualität von der Originalspur, aber es benötigt dafür auch 20 bis 30 mal so viel Speicherplatz wie MP3.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Wenn jemand deinen Podcast runterlädt, dauert das 20 bis 30 mal länger, weil die Datei ja 20 bis 30 mal größer ist.

Und das solltest du deinen Podcast Zuhörern nicht unbedingt antun!

Wann solltest du welches Audioformat für deinen Podcast verwenden?

Bisher habe ich dir einfach mal einen groben Überblick gegeben, über die drei wichtigsten Audio Formate, also MP3, M4a und WAV.

Welches dieser drei Formate eignet sich jetzt am besten für deinen Podcast?

Da fange ich einfach mal damit an, dir zu erklären, was du nicht verwenden solltest:

M4a ist noch nicht kompatibel genug

M4a ist ein wirklich tolles Format. Keine Frage. Aber es ist leider nicht überall kompatibel.

Das größte Problem ist, wie gesagt, Spotify. Und damit fällt M4a meiner Meinung nach im Moment zumindest noch komplett raus.

Es könnte sein, dass ich in zwei bis drei Jahren eine Podcast Episode hochlade, wo ich dann sage:

"Okay, ab jetzt können wir M4a benutzen, weil es überall unterstützt wird."

Aber im Moment sind wir einfach noch nicht so weit.

MP3 ist im Moment das beste Format für Podcaster!

Bis dahin sollten wir unsere Podcast Episoden einfach als MP3 Dateien hochladen.

MP3 ist der Audio Klassiker schlechthin!

Es ist kompatibel mit allen Podcasts Apps, kompatibel mit allen Plattformen und benötigt relativ wenig Speicherplatz im Vergleich zum Original, und hat dabei nur einen leichten Qualitätsverlust.

Und eine Sache möchte ich jetzt auch noch kurz klarstellen:

MP3 ist kein schlechtes Format, nur weil es das bessere M4a gibt!

Im Gegenteil: MP3 ist ein sehr gutes und solides Dateiformat!

Es hat eine lange Geschichte und ist extrem weit verbreitet.

Ich kann dir also nur die Empfehlung geben: Veröffentliche alle deine Podcasts Episoden als MP3-Datei!

Ist WAV völlig nutzlos?

So, jetzt bleibt noch WAV Format übrig…

WAV hat den Vorteil, dass der volle Klang und die volle Audio Qualität erhalten bleiben.

Das Problem dabei ist: WAV Dateien sind leider 20 bis 30 mal größer als die entsprechenden MP3-Dateien und benötigen dann auch 20 bis 30 mal länger zum downloaden…

Tu das deinen Podcast Zuhören bitte nicht an!

Das klingt jetzt erstmal so, als wäre Wave völlig aus dem Rennen.

Und das stimmt zwar zum Teil, weil es eignet sich überhaupt nicht für die Veröffentlichung von deinen Episoden, aber es eignet sich für etwas anderes:

WAV als Speicherformat verwenden

Wave ist extrem nützlich, um deine Audio Aufnahmen abzuspeichern!

Wenn du deine Podcastfolge als MP3 auf deinem PC, auf deiner Festplatte, oder in deiner Cloud abspeichert, speicherst du die schlechtere und komprimierte Qualität ab.

Wenn du das dann nochmal neu bearbeiten willst, dann bearbeitet du die schlechtere und komprimierte Audio Datei!

Das ist nicht unbedingt optimal…

Deswegen empfehle ich dir folgende Vorgehensweise:

Speicher die Originalaufnahmen von deinen Episoden immer als .wav Datei auf deinem PC ab. Du kannst zum Beispiel bei Audacity deine Aufnahmen als .wav Datei exportieren, aber veröffentlichen tust du den Podcast als MP3-Datei.

Das ist die beste Empfehlung, die ich dir geben kann!

M4a ist, wie gesagt, ein tolles Format, aber es dauert einfach noch ein paar Jahre, bis das dann wirklich überall kompatibel ist.

Und sobald es soweit ist, werde ich natürlich eine Podcast Folge dazu machen und dir Bescheid geben.

Und damit sind wir auch am Ende der heutigen Episode angelangt!

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